Erinnern Sie sich? „Big Data“ war einmal ein heiß diskutiertes Thema, auch weit jenseits von technikaffinen Fachkreisen. Die Kernaussage: Im Zuge der Digitalisierung sind vielfältig vernetzte Arbeits- und Lebenswelten entstanden, in denen ausnahmslos alle – ob Geräte, Programme oder Menschen – permanent eine riesige Menge an Daten generieren. Die einen sahen darin vor allem ein Zeichen des Fortschritts – für neue Möglichkeiten der Wertschöpfung, zielgenauere Produktentwicklung und Wissensgenerierung. Die anderen warnten vor einer unüberschaubaren „Datenflut“ und den Gefahren, falls Informationen – und die Kontrolle darüber – in die falschen Hände geraten sollten.
Einige Jahre später und um so manche Erfahrung im Umgang mit komplexen Datenmengen reicher wissen wir: Beide Seiten haben ihre Berechtigung. Wir haben erkannt, dass wir sinnvolle und verlässliche Konzepte brauchen für die Nutzung von und den Umgang mit Daten – von der Ebene der Gesetzgebung bis hinunter zu persönlichen Abwägungen, wann wir was und wie viel von uns preisgeben, das sich in Daten messen lässt. Und wir haben uns ein Stück weit daran gewöhnt, dass praktisch alles irgendwie messbar erscheint.
Ob der eigene Herzschlag, die Frage, wie oft am Tag Sie eine bestimmte App auf Ihrem Smartphone aufrufen, Ihre Maximalgeschwindigkeit beim Radfahren, der Tonerverbrauch der Bürodrucker in Ihrem Unternehmen oder die künftig erwartbare Fertigungsqualität Ihrer Maschinen: Alles lässt sich tracken – und wird auch getrackt. Manchmal stecken „nur“ persönliche Neugier und Interesse dahinter; manchmal haben sich Tracking-Optionen zu Industriestandards entwickelt. Denn für Unternehmen jeder Größe stellen die aus Daten zu gewinnenden Kennzahlen inzwischen längst eine unverzichtbare Ressource für die Aufrechterhaltung und Optimierung ihrer (digitalisierten) Prozesse dar – und damit letztlich für den unternehmerischen Erfolg. Es gilt die Faustregel: „If you can’t measure it, you can’t manage it.“
Aber wie managt man eigentlich all das, was da gemessen wird, um aus Zahlen und Werten reale Handlungsoptionen ableiten zu können? Der Vorgang des Trackings von Anwendungen, Geräten und Systemen und seine (visuelle) Aufbereitung wird als
Monitoring bezeichnet. Ein spannender Aufgabenbereich, der in seiner Bedeutung nach wie vor weiter zunimmt und in den meisten Unternehmen in erster Linie mit der IT-Abteilung und speziell mit Systemadministratoren in Verbindung gebracht wird.
Warum das Thema aber keineswegs nur für Tech-Experten relevant ist, wie letztlich alle Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von modernen Monitoring-Anwendungen profitieren können und welche nicht unwesentliche Rolle Ihre
Druckerflotte dabei spielt – das verraten wir Ihnen in diesem Artikel.
Doch zunächst stellt sich die Frage nach einer klaren Definition von Monitoring: Was ist üblicherweise unter diesem Begriff zu verstehen und wie läuft Monitoring heutzutage in Unternehmen ab?
Eines vorweg: Monitoring ist eine komplexe Angelegenheit, die weit über die einfache Überwachung von Komponenten und Systemen hinausgeht. Das hängt mit der Vielzahl an Geräten und Anwendungen zusammen, die bei der Steuerung unternehmerischer Prozesse eine Rolle spielen – und mit ihrem Vernetzungsgrad. Zudem sind Teile der zu überwachenden
IT-Infrastruktur mitunter gar nicht vor Ort am Firmenstandort, sondern wurden ausgelagert (z. B. in die Cloud) oder es handelt sich gar um mobile Komponenten, wie beispielsweise Dienst-Smartphones von Beschäftigten, die ortsunabhängig Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk haben sollen.
In einer immer stärker vernetzten und zunehmend digitalisierten Geschäftswelt ist eine zuverlässig funktionierende IT-Infrastruktur das A und O. Um sicherzustellen, dass es jederzeit auf allen Ebenen „rundläuft“, sollte die IT-Infrastruktur in ihrer Gesamtheit praktisch permanent auf dem Prüfstand stehen. Hier setzt Monitoring in seiner umfassendsten Definition an: Alle Vorgänge und sämtliche Tools (egal ob in Anwendungen und Geräten implementiert oder separat auszuführen), die dabei helfen, das ordnungsgemäße Funktionieren von Hardware,
Software und digitalen Diensten innerhalb einer Organisation zu überprüfen, sind Bestandteile des Monitorings.