08.06.2022
IT- und Datensicherheit

Digitale Abläufe sorgen für Effizienz, aber auch für Gefahren. Digital gespeicherte Daten werden zum Ziel von Cyberangriffen – diese unangenehme Erfahrung machen Unternehmen, Behörden und andere Organisationen täglich. Damit wächst das Bewusstsein für diese Gefahren – auch bei kleineren Mittelständlern, die sich früher für „zu unwichtig“ für Cyberangriffe hielten. Was also tun? Die Antwort: potenzielle Angreifer abschrecken oder ihre Angriffe ins Leere laufen lassen. Wir zeigen ausführlich, worin die Gefahren liegen – und was Unternehmen tun können, um ihre IT-Sicherheit zu steigern und sich damit zu schützen.
Inhalt
1. IT-Sicherheit, was ist das überhaupt?
1.1. IT- oder Cybersecurity? Wir bringen Ordnung ins Begriffs-Wirrwarr
1.2. Datenschutz und Datensicherheit
1.3. Warum sollten Daten verschlüsselt werden?
2. Was an Cybergefahren droht …
3. … und wie man sich gegen Cyberangriffe schützt
3.1. Der Schwachstellenscan
3.2. Schwachstellenanalyse und Schwachstellenmanagement
3.3. Der Penetrationstest
3.4. Hacking: Was wollen die Hacker?
Inhalt
1. IT-Sicherheit, was ist das überhaupt?
1.1. IT- oder Cybersecurity? Wir bringen Ordnung ins Begriffs-Wirrwarr
1.2. Datenschutz und Datensicherheit
1.3. Warum sollten Daten verschlüsselt werden?
2. Was an Cybergefahren droht …
3. … und wie man sich gegen Cyberangriffe schützt
3.1. Der Schwachstellenscan
3.2. Schwachstellenanalyse und Schwachstellenmanagement
3.3. Der Penetrationstest
3.4. Hacking: Was wollen die Hacker?
Unter unseren Artikeln finden Sie alle Informationen zur IT-Sicherheit
1. IT-Sicherheit, was ist das überhaupt?
Informationstechnologie (IT) ist heute zentraler Bestandteil jedes Unternehmens, jeder Behörde und vieler anderer Organisationen und bildet die Basis für nahezu alle Geschäftsprozesse. Für Unternehmen und Behörden ist es daher unverzichtbar, ihre IT-Systeme abzusichern. Das Ziel von IT-Sicherheit besteht darin, Schäden und Bedrohungen der eigenen digitalen Infrastruktur zu verhindern. Dabei geht es um die Sicherheit von Daten – egal, wo oder wie sie gespeichert werden. Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) definiert IT-Sicherheit als „Zustand, in dem die Risiken, die beim Einsatz von Informationstechnik aufgrund von Bedrohungen und Schwachstellen vorhanden sind, durch angemessene Maßnahmen auf ein tragbares Maß reduziert sind. IT-Sicherheit ist also der Zustand, in dem Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen und Informationstechnik durch angemessene Maßnahmen geschützt sind.“ Zu den Aufgaben der IT-Sicherheit zählt laut BSI beispielsweise:
- Einrichtung und Aktualisierung von Firewalls
- Viren-Scans und sichere Programme
- Sicherung der Stromversorgung der Hardware und Software, um die IT-Infrastruktur zu schützen
- Maßnahmen gegen Überhitzung der Hardware
- Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
Diese fünf Punkte bilden eher die Basics ab, sie sollten selbstverständlich sein. Doch es geht noch viel mehr – und diese Investitionen in IT-Sicherheit lohnen sich auf jeden Fall. Je schwerer es Cyberangreifern gemacht wird, desto besser. Dabei ergänzen sich zentrale und dezentrale Ansätze. Zentral ist die Netzwerksicherheit, etwa über Firewalls. Netzwerksicherheit sorgt für mehr als für die sichere Vernetzung innerhalb des Unternehmens. Sie stellt darüber hinaus sicher, dass Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten und Systemen eines Netzwerks gewährleistet sind. Endpoint Security schützt (dezentral) die unterschiedlichen Geräte eines Netzwerks – etwa PCs, Laptops, Smartphones und MFPs – vor Schadsoftware.
In einem Information Security Management System, kurz ISMS, werden Regeln und Methoden definiert, um die Informationssicherheit zu gewährleisten, zu überprüfen und kontinuierlich zu verbessern. Dabei werden Risiken ermittelt und erfasst, Sicherheitsziele festgelegt sowie Verantwortlichkeiten, Kommunikationswege und Abläufe definiert und dokumentiert. Die Anforderungen an ein ISMS sind in der ISO-27001-Norm festgeschrieben.
In einem Information Security Management System, kurz ISMS, werden Regeln und Methoden definiert, um die Informationssicherheit zu gewährleisten, zu überprüfen und kontinuierlich zu verbessern. Dabei werden Risiken ermittelt und erfasst, Sicherheitsziele festgelegt sowie Verantwortlichkeiten, Kommunikationswege und Abläufe definiert und dokumentiert. Die Anforderungen an ein ISMS sind in der ISO-27001-Norm festgeschrieben.
1.1 IT- oder Cybersecurity? Wir bringen Ordnung ins Begriffs-Wirrwarr
Der englische Begriff IT-Security meint dasselbe wie IT-Sicherheit. Cybersecurity hingegen fasst den Auftrag etwas enger: Hier geht es um den Schutz von Systemen, die mit dem Internet verbunden sind. Allerdings lässt sich argumentieren, dass fast alle IT-Systeme zumindest mittelbar mit dem Internet verbunden sind und daher beide Begriffe gleichbedeutend benutzt werden können.
IT-Sicherheit ist allerdings nicht dasselbe wie Informationssicherheit. IT-Sicherheit bezieht sich auf den Schutz technischer Systeme, Informationssicherheit generell auf den Schutz von Informationen – der Begriff ist also weiter gefasst.
Nach derselben Logik werden auch Datensicherheit und Datenschutz unterschieden. Wir sprechen von Datenschutz bei personenbezogenen Daten, Datensicherheit bezieht sich darüber hinaus auch auf alle anderen Daten.
IT-Sicherheit ist allerdings nicht dasselbe wie Informationssicherheit. IT-Sicherheit bezieht sich auf den Schutz technischer Systeme, Informationssicherheit generell auf den Schutz von Informationen – der Begriff ist also weiter gefasst.
Nach derselben Logik werden auch Datensicherheit und Datenschutz unterschieden. Wir sprechen von Datenschutz bei personenbezogenen Daten, Datensicherheit bezieht sich darüber hinaus auch auf alle anderen Daten.
1.2 Datenschutz und Datensicherheit
Datenschutz ist der Schutz von Bürgerinnen und Bürgern vor der Beeinträchtigung ihrer Privatsphäre durch das unbefugte Erheben, Speichern und Weitergeben von Daten, die ihre Person betreffen. Der Datenschutz wird durch diverse Gesetze auf deutscher und europäischer Ebene gewährleistet. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sorgt dafür, dass Arbeitgeber strenge Vorgaben einhalten müssen. Wird der Schutz persönlicher Daten verletzt, drohen hohe Bußgelder – häufig geht es um Millionensummen.
Datensicherheit meint den generellen Schutz aller Daten eines Unternehmens. Dabei besteht die Aufgabe darin, den Schutz der Daten in vier Aspekten zu erfüllen:
Datensicherheit meint den generellen Schutz aller Daten eines Unternehmens. Dabei besteht die Aufgabe darin, den Schutz der Daten in vier Aspekten zu erfüllen:
- Vertraulichkeit. Die Daten dürfen nur von berechtigten Personen eingesehen werden. Unbefugte Personen haben keine Zugriffsrechte.
- Integrität stellt sicher, dass Daten nicht unbemerkt verändert oder verfälscht werden.
- Verfügbarkeit gewährleistet, dass der Zugriff auf Daten jederzeit möglich ist – selbst bei einem Systemausfall.
- Authentizität bestätigt die Echtheit und Vertrauenswürdigkeit von Daten.
Selbst die höchste IT-Sicherheit bietet keinen hundertprozentigen Schutz vor Angriffen auf die Datensicherheit. Daher sollten Daten nur verschlüsselt übermittelt werden (siehe Abschnitt 1.3) und es sollte immer eine Kopie bzw. ein Back-up geben.































