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Production Printing

Industrielle Druckmaschinen drucken am liebsten tausendfach immer dasselbe. Das können sie gut, schnell und kostengünstig. Im Production Printing sorgt die Inkjet-Technologie für personalisierte Ausdrucke bei höchster Geschwindigkeit – ebenso gut, schnell und kostengünstig. Damit erobert Production Printing ein wachsendes Segment im Digitaldruck.

Inhalt
1.   Highspeed-Drucken für personalisierte Post
2.   Warum Digitaldruck das Drucken neu definiert
3.   So funktioniert Inkjet-Drucken

Unter unseren Artikeln finden Sie alle Informationen zu Production Printing

TA Pro 15050c: Einsatz in der Dokumentenlogistik

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Wer braucht Production Printing?

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Sehen heißt glauben: die TA Pro 15050c

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Production Printing: die Pro 15050c im Video
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TA Pro 15050c: Wenn Höchstleistungen gefragt sind

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Production Printing: Gewinner im Härtetest

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Unser Production Printing System bei Druckerei Reichert
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1. Highspeed-Drucken für personalisierte Post

Inkjet-Druckmaschinen ziehen ihre Informationen aus digitalen Quellen. Die Inhalte werden aus Datenbanken gezogen und im gedruckten Dokument platziert – das Prinzip Serienbrief. Statt hunderttausendfach die identische Vorlage zu drucken, erlaubt es Production Printing, hunderttausend verschiedene Vorlagen direkt hintereinander weg zu drucken. In der gleichen Zeit, zu den gleichen Kosten und mittlerweile in der gleichen Qualität.

Die IDC-Studie MarketScape sieht Inkjet als „bahnbrechende Technologie, die schnelles, variables Drucken zu geringeren Kosten pro Seite ermöglicht“. Davon profitieren in erster Linie Druckdienstleister, Druckzentrumbetreiber und Druckereien, die ihren Gerätepark um eine Inkjet-Druckmaschine ergänzen und damit auch kleinere Aufträge lukrativ bearbeiten können. Allerdings sorgt die von IDC vorhergesagte „Demokratisierung des Tintenstrahls“ dafür, dass viele Unternehmen, Behörden und Organisationen überlegen, das Drucken künftig inhouse zu erledigen:

  • Telekommunikations- oder IT-Konzerne für personalisierte Rechnungen
  • Energieversorger für personalisierte Verbrauchs- und Leistungsnachweise
  • Online-Versender für Lieferscheine und deren Begleitschreiben
  • Banken für anstehende gesetzliche Änderungen oder Konto-Informationen
  • Versicherungen für personalisierte Verträge
  • Behörden etwa für Wahlunterlagen
  • Unternehmen aller Branchen für personalisierte Werbung durch Direct Mailings

Was „Massendrucksache“ heißt, kommt persönlich zugeschnitten beim Adressaten an. Dieser persönliche Touch sollte nicht unterschätzt werden. Verschiedene Untersuchungen zeigen dieselbe Tendenz: Wer Massendrucksachen personalisiert, kann Order- und Conversion-Quoten messbar erhöhen.

3 Gründe fürs Inhouse-Drucken

  1. Datenschutz: Wenn personalisierte Informationen im Hause bleiben und nicht an einen Dienstleister ausgelagert werden, sind die strengen Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) deutlich leichter einzuhalten. Sensible Informationen werden besser geschützt.
  2. Flexibilität: Wer ungern bei Dienstleistern in der Warteschlange steht (die Nachfrage steigt!), gewinnt mit einer hauseigenen Inkjet-Druckmaschine mehr Flexibilität und – seien wir ehrlich – Bequemlichkeit.
  3. Kosten: Was das Inhouse-Drucken preiswerter macht: Der Dienstleister will mit seinem Service ja Gewinn machen – diese Marge entfällt bei Inhouse-Lösungen.
Production Printing_Inhouse

Gleichwohl lohnt sich Inhouse-Printing bei Anschaffungskosten, die schnell sechsstellig werden, nur für Unternehmen und Behörden, die

  • monatlich auf eine sechsstellige Zahl an DIN-A4-Ausdrucken kommen
  • viele ihrer Druckaufträge, wenn nicht alle personalisieren
  • diese Ausdrucke mit Grafiken, Fotos, Bildern oder Ähnlichem aufwerten wollen

Alle anderen Interessenten sind bei einem Dienstleister besser aufgehoben. Bei Druckereien, Druckzentrumbetreibern und anderen Druckdienstleistern wird das Drucken für sie billiger – sobald der Service-Provider sich ebenfalls eine Inkjet-Druckmaschine hinstellt. Und das ist, falls es noch nicht geschehen ist, nur noch eine Frage der Zeit.

2. Warum Digitaldruck das Drucken neu definiert

Gedruckt wird seit mehr als tausend Jahren, meist mit Stempeln. Johannes Gutenberg brachte das Verfahren einen entscheidenden Schritt weiter, indem er ab 1440 bewegliche Lettern für Druckplatten verwendete und damit den Buchdruck ermöglichte. Was damals anstrengende Handarbeit war, wurde im 19. Jahrhundert durch Druckmaschinen automatisiert. Ingenieurskunst hat diese Maschinen veredelt, die heute mit ausgefeilter Technik möglichst viel möglichst schnell und möglichst preiswert drucken.

Mit dieser Logik bricht der Digitaldruck. Er ist geradezu der Gegenentwurf der klassischen Druckmaschine, die auf Menge setzt. Er verspricht niedrige Kosten selbst bei kleinsten Auflagen. Im Digitaldruck werden Informationen direkt an die Druckmaschine übertragen. Es geht im Wortsinn um Variable Data Printing. Weil – anders als im klassischen Offset- oder Tiefdruck – keine statischen und damit unveränderbaren Druckplatten oder -zylinder benötigt werden, kann jeder einzelne Druck personalisiert und individualisiert werden.

Ob wir einen Kontoauszug, eine Telefonrechnung oder einen Lieferschein in der Hand halten: Sie alle wurden direkt aus Datenbanken generiert, wobei variable und statische Daten miteinander kombiniert wurden – veredelt durch Bilder, Zeichnungen oder Diagramme. Adressdaten und die persönliche Anrede gehören selbstverständlich dazu. Jedes dieser Dokumente wird exakt einmal ausgedruckt.

Die Digitaldrucker von heute beschränken sich nicht auf DIN-A4-, Zeitungs- oder Magazinformate. Sie sind flexibler. Sie können auch Visitenkarten, Etiketten, Fotobücher oder persönliche Einladungen drucken. „Für den Inkjet-Druck gibt es so gut wie keine Grenzen“, sagt Patrick Steffes, Vertriebsdirektor bei TA Triumph-Adler. Production Printing, mitunter auch Variable Data Printing (VDP) genannt, ist nur ein Segment des Digitaldrucks. Mit dieser Technologie lassen sich potenziell fast alle Substrate bedrucken, von Textilien bis hin zu Verpackungen. Neue Märkte etwa für Glas, Keramik, Fliesen oder sogar Leiterplatten sind bislang kaum erschlossen. Was sich schon bald ändern könnte.

3. So funktioniert Inkjet-Drucken

Inkjet-Drucker erzeugen ein Druckbild, indem sie kleine Tintentropfen aus einem Druckkopf abschießen. „Ink“ ist das englische Wort für „Tinte“, deshalb werden die Geräte im deutschen Sprachraum auch Tintenstrahldrucker genannt.

Alle Inkjet-Drucksysteme tragen Tinte kontaktlos auf in Form feinster Tröpfchen. Die meisten Inkjet-Drucker nutzen das DOD-Verfahren. Bei diesem „Drop on Demand“-Prinzip strömt die Tinte nur bei Bedarf aus den Düsen. Die Größe der Tröpfchen variiert um den Faktor 10. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Technologien:

Das Thermo- oder BubbleJet-Verfahren

In der Tinte befindet sich Wasser oder Lösemittel, das erhitzt wird. Dabei bilden sich winzige Dampfblasen, die die Tintentropfen mit Druck aus der Düse pressen. Das Thermo-Verfahren, auch BubbleJet-Verfahren genannt, ist bei Büro- und Homeoffice-Druckern die Regel. Die Druckköpfe sind einfach und preiswert herzustellen, ihre Lebensdauer ist allerdings begrenzt.

Production Printing_Thermo- oder BubbleJet-Verfahren

Das piezoelektrische Verfahren

Statt Dampfblasen pressen kleinste Keramikelemente, die sich unter elektrischer Spannung verformen, die Tintentröpfchen aus der Düse. Die Größe der Tropfen lässt sich über den angelegten elektrischen Impuls steuern. Es entsteht keine Hitze. Die Druckköpfe der Piezo-Inkjet-Drucksysteme sind langlebiger und erzielen eine höhere Druckqualität und zugleich einen höheres Druckvolumen.

Production Printing_Piezoelektrisches Verfahren

Der Druckkopf bewegt sich hin und her, während sich das Papier durch einen Satz Rollen bewegt. Das vollständige Druckbild besteht aus vielen winzigen Punkten – Tintentropfen. Die Qualität des Drucks zeigt sich anhand der Zahl der Punkte pro Zoll (dots per inch, dpi). Sie beginnt bei ungefähr 300 dpi, für Fotos und andere hochwertige Dokumente sind Auflösungen von 1.200 dpi oder 2.400 dpi besser.

Die üblichen Farben für die Tinte eines Inkjet-Druckers sind Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Jede Tintenfarbe ist üblicherweise in einer separaten austauschbaren Patrone enthalten.

Die ersten Tintenstrahldrucker wurde in den 1960er-Jahren entwickelt, waren aber noch nicht markttauglich. Das änderte sich ab 1970, zumindest für die Industrie, durch die ersten „Continuous Inkjet“-Drucker. Dabei wird ein durchgehender Tintenstrahl in die Druckdüse transportiert und in der Tintenkammer elektrisch geladen. Dadurch bricht die Tinte in Tröpfchen auf. Geschwindigkeit und Ladung der Tröpfchen bestimmen das anschließende Druckbild. „Drop on Demand“ setzte sich erst ab den 1980ern als Verfahren durch und machte den Inkjet-Drucker tauglich und bezahlbar für Büro und Homeoffice. 

Highspeed für personalisierte Ausdrucke

Was Production Printing alles kann und für wen es sich lohnt (und für wen nicht), erfahren Sie in unserem neuen Whitepaper „Wer braucht Production Printing?“, das Sie hier kostenlos herunterladen können.

Wenn Sie sich einen Einblick darüber verschaffen wollen, wie Production Printing in der Praxis funktioniert: Unsere Kunden, die Druckerei Reichert und postdienst.de, erzählen gern über ihre Erfahrungen mit der Inkjet-Druckmaschine TA Pro 15050c von TA Triumph-Adler.