Tatsächlich eignet sich nämlich die digitale Personalakte – neben anderen dokumentenintensiven Vorgängen wie zum Beispiel dem
Rechnungslauf – besonders gut für ein Pilotprojekt zur Umstellung auf digitale Workflows.
Worauf es bei der Einführung digitaler Personalakten im Einzelnen ankommt, was man beachten sollte, bevor es losgeht, und wie der Prozess so zeit- und kostensparend wie möglich
erfolgreich ablaufen kann – das möchten wir Ihnen im Verlauf dieses Artikels aufzeigen.
„Never change a running system“, heißt es gerne. In den HR-Abteilungen kleinerer und größerer Unternehmen und nicht zuletzt im öffentlichen Dienst wird vielfach mit seit Jahrzehnten etablierten Strukturen und Abläufen gearbeitet. Warum sollte sich daran etwas ändern, selbst wenn die Dokumente und zugehörigen Vorgänge jetzt nach und nach digitalisiert werden?
Doch bestehende analoge Prozesse einfach zu digitalisieren, ist selten eine kluge Idee. Wesentlich erfolgsversprechender ist es, die vorhandenen Abläufe bei dieser Gelegenheit zu hinterfragen: Was wollen wir eigentlich erreichen? Was ist der bestmögliche Weg unter den gegebenen Bedingungen? Niemand kennt dabei die Abläufe – und damit auch ihren Optimierungsbedarf – besser als die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst. Aus ihrer täglichen Erfahrung lassen sich wichtige Fragen und wertvolle Ideen für einen gelingenden Digitalisierungsprozess ableiten.
Lassen Sie uns die Ausgangslage noch einmal anhand eines (fiktiven) Beispiels veranschaulichen:
Stellen Sie sich einen mittelständischen Industriebetrieb mit ca. 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an bis zu drei Standorten vor. Während in der Produktentwicklung, in der Fertigung und auch in der Logistik längst die Digitalisierung in Form von automatisierten Prozessen und einem einheitlichen ERP-System Einzug gehalten hat, arbeiten die Beschäftigten im Backoffice und in den anderen Fachabteilungen nach wie vor mit einem Mix aus analogen und digitalen Abläufen. Digitalisiert wird seit Jahren „on the go“ – also immer mal wieder in Teilbereichen und so, dass es möglichst nicht zu Ausfällen im Tagesgeschäft aufgrund von Software-Implementierungen oder User-Schulungen kommen soll.
Jüngst war die Rechnungsabteilung „dran“: Die Einführung der
E-Rechnungs-Pflicht hatte die Geschäftsführung unter Zugzwang gesetzt. Entschieden hat man sich in unserem Beispielbetrieb letztlich für eine on premises (das heißt innerhalb der hauseigenen IT-Infrastruktur zu betreibenden) Lösung aus dem Hause TA Triumph-Adler. Auf der Grundlage des bewährten
ECM-Systems enaio® wurde das zugehörige Modul für
Digitales Rechnungswesen eingeführt. Dabei kamen während der Planungsphase auch sämtliche bestehenden Workflows im Rechnungslauf auf den Prüfstand – und wurden teils doch erheblich verändert, um die Vorteile digitalen Arbeitens voll nutzen zu können. Die Beschäftigten der Abteilung sind wenige Monate nach der Einführung überwiegend sehr angetan.
Derweil wird in anderen Unternehmensbereichen nach wie vor viel gedruckt und abgeheftet.
Und die Personalabteilung? Rechnet – nicht ganz zu Unrecht – damit, als Nächstes an die Reihe zu kommen mit der Digitalisierung.
Die Meinungen darüber sind unter der Belegschaft gespalten: Einige freuen sich auf mögliche Arbeitserleichterungen und ein Ende der Zettelwirtschaft in den Akten – und nicht zuletzt auf die Chance, als HR-Fachkraft vielleicht endlich auch mal Homeoffice-Tage nehmen zu dürfen (was bisher aufgrund der analogen Dokumenten-Ablagestrukturen schlicht nicht möglich war). Andere befürchten einen Zwang zum Umstieg auf (womöglich schwer verständlich gestaltete) Apps und Unklarheiten in Bezug auf die Datensicherheit. Zudem steht die Frage im Raum, was mit den bestehenden gedruckten Aktenbeständen und dem umfangreichen Personalarchiv geschehen soll. Das müsste dann schließlich alles erst einmal eingescannt werden – wer soll das übernehmen? Etwa die HR-Abteilung selbst? Und was ist dran an den Gerüchten, ab 2026 werde die Einführung der digitalen Personalakte sogar gesetzliche Pflicht?
Viele Fragen, Unsicherheiten und Erwartungen. Die Geschäftsführung in unserem fiktiven Beispielunternehmen tut gut daran, die Beschäftigten jetzt nicht allein zu lassen, sondern sie von Anfang an mit ins Boot zu holen, wenn es an die Planung für die Einführung der digitalen Personalakte im Betrieb geht. Denn schließlich verspricht das Projekt, insbesondere wenn damit ein ECM-System verbunden ist, eine Menge Vorteile – gerade für die betroffenen Fachkräfte.
Das Besondere an ECM-Systemen: Sie sind modular aufgebaut und können daher für jede Abteilung individuell konfiguriert werden. Unsere fiktive HR-Abteilung könnte sich also theoretisch für ein komplett anderes System von irgendeinem Anbieter entscheiden. Doch wir wollen ja schließlich weg vom abteilungsinternen Klein-Klein und hin zu effizienteren Abläufen für alle, oder?
Informieren Sie sich über die ECM-Lösungen von TA Triumph-Adler – nicht nur für Ihre Personalabteilung!